Infos über die Veranstaltung zum Bürgerbus

 

Veranstaltung Bürgerbus – Eine alternative Mobilität für Emmerthal 28.03.17  18.30Uhr Voremberg

 

Teilnehmer:

Ca. 12 Personen aus Völkerhausen, Voremberg und Kirchohsen

Ca. 12 SPD/Grüne Mitglieder

2 Gäste aus Bad Münder von der Bürgerbusinitiative (Herr Wöllenstein und Herr Lambini)

Herr Stracke von Radio Aktiv

 

Dominik Petters begrüßte kurz alle Anwesenden und stellte die Zielsetzung der Veranstaltung vor.

Herr Wöllenstein erläuterte die Voraussetzungen für so ein Vorhaben:

  • Bedarfsermittlung in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsbetrieb
  • Die Verkehrsbetriebe haben ein grundsätzliches Interesse an einer Zusammenarbeit daher unterstützen sie solche Vorhaben ideell und finanziell. Durch einen Bürgerbus können ansonsten abgestellte Routen wieder neu belebt werden.
  • Es müssen mindestens 20 ehrenamtliche Fahrer vorhanden sein, besser mehr!
  • Es muss ein Verein gegründet werden der wirtschaftlich strukturiert und geführt wird. Es sollte darauf geachtet werden das die Politik mit im Boot ist aber auch Steuerfachleute oder Banker. Es wird mit relativ viel öffentlichen Mitteln gearbeitet  (Jahresumsatz ca. 30.000,-- bis 40.000,00 €).
  • Es muss eine Satzung erstellt werden – kann analog zu anderen Bügerbus-Initiativen gestaltet werden.
  • Es muss ein Vertrag mit dem Verkehrsbetrieb gemacht werden der die Zahlungsmodalitäten festlegt (wieviel erhält die Initiative pro gefahrenem Kilometer etc.). Damit finanziert die Initiative einen Großteil der laufenden Kosten und bildet Rücklagen für Reparaturen etc. Das eingenommene Fahrgeld wird an die Verkehrsbetriebe abgeführt. Es gelten die normalen Öffi Fahrpreise und Karten.
  • Erst wenn alles geregelt ist können Angebote für einen 9Sitzer Bus eingeholt werden. Finanzierung erfolgt über Landes- und Landkreismittel (80%) und Eigenmittel die durch ein Darlehen, Werbung und Spenden akquiriert wurden (20%). In Bad Münder waren dies 86.000,00 € und 8.000 €.
  • Werbeflächen auf dem Bus bieten sich generell als gute Einnahmequelle an. Spenden dürfen zwar angenommen werden aber es kann keine Spendenquittung ausgestellt werden.
  • Die Versicherung des Busses erfolgt in Bad Münder über die Kommune. Dadurch konnte die kommunale Versicherung genommen werden die wesentlich günstiger ist als eine öffentliche.
  • Die ehrenamtlichen Fahrer müssen einen Personenbeförderungsschein erwerben und bei einem Verkehrsmediziner einen Gesundheitsscheck machen (ca. 100 – 150€/Person). Diese Untersuchen sind 5 Jahre gültig. Bei 30 Fahrer sind dies 4000 – 5000€ Kosten für den Verein. Die Fahrer sind über die Berufsgenossenschaft versichert, erhalten aber keinerlei Vergütung. Sie werden lediglich ehrenamtlich „belohnt“ durch kleine Feiern etc.
  • Wichtig ist die Besetzung des Postens eines Fahrdienstleiters. Er ist für den Dienstplan zuständig und die Einteilung der Fahrer. Für die Fahrer gibt es auch eine Schulung auf den Bus und bei den Verkehrsbetrieben.
  • Bei der Finanzierung ist der Landkreis hilfreich. Zum Start wird gleich ein gewisses Kapital benötigt. Die Lieferzeit für einen Bus beträgt ca. ½ Jahr.
  • Das akquirieren der Fahrer war in Bad Münder sehr aufwendig  und dauerte ca. ½ Jahr
  • Es gibt in Bad Münder keine Kostenerstattung für die Anreise zum „Arbeitsplatz“. Das machen alle ehrenamtlich.
  • Für den Bus wird eine Unterstellmöglichkeit benötigt
  • Reparaturen zahlt der Verein selber, daher gut wenn schon im Vorfeld mit einer Werkstatt ein Abkommen ausgehandelt wird. In Bad Münder fährt der Bus ca. 30.000km im Jahr. Daher wichtig das Rücklagen gebildet werden.
  • Der Fahrkartenverkauf erfolgt durch die Fahrer. Sie rechnen einmal monatlich ab und zahlen das Geld auf das Konto ein. Alles andere war zu umständlich.
  • In Bad Münder wird nur eine Linie (von den Kliniken in die Stadt und zu Bahnhof) gefahren (10 x tgl.). Coppenbrügge hat ein anderes Modell. Sie fahren die kleinen Ortschaften an um sie besser anzubinden.

Im Anschluss an diese Vorstellung konnten noch Fragen an die Gäste gestellt werden. Danach verabschiedeten sie sich.

Es entstand noch eine lebhafte Diskussion ob sich so eine Initiative für Emmerthal lohnt und wie es weitergeht.

Dominik und Saskia haben am 26. April einen Termin mit dem Landkreis zum ÖPNV im Landkreis. Hier soll noch mal abgeklärt werden wie unsere kleineren Ortschaften besser an den normalen Verkehr angebunden werden können. 

Alternativ könnte auch in manchen Bereichen über eine Mitfahrbank nachgedacht werden.

Ende der Veranstaltung gegen 20.00 Uhr

 

 

 

 

 


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