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29. August 2016: SPD Emmerthal informiert zur Nachtabschaltung

SPD informiert zur Bürgerbefragung Nachtabschaltung

Liebe Bürgerinnen und Bürger

In letzter Zeit kamen verstärkt Nachfragen zu der am 11. September stattfindenden Bürgerbefragung.

Sie beinhalteten nicht nur das subjektive Empfinden, ob man das Licht anhaben möchte oder nicht, sondern beschäftigten sich auch mit den Auswirkungen in Bezug auf Energieverbrauch und Kosten.

Wir möchten Ihnen mit diesem Informationsbrief Entscheidungskriterien an die Hand geben.

Ohne Nachtabschaltung:

  • Erhöhung der Beleuchtungsdauer auf ca. 4.000 Stunden jährlich
  • Verdoppelung des Energieverbrauchs auf ca. 386.000 kWh
  • Erhöhung der Energiekosten um ca. 40.000,- Euro jährlich
  • Erhöhung des CO2-Ausstoßes um ca. 238.000 kg jährlich

Die Nachtabschaltung ist 2008, im Rahmen der Haushaltskonsolidierung von allen Parteien im Rat beschlossen worden. In den nächsten Jahren wird die Gemeinde Emmerthal die komplette Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik abgeschlossen haben. Die oben genannten Zahlen berücksichtigen dies bereits. Diese Investition wird sich in nur wenigen Jahren amortisieren und dann zu einer Reduzierung der o.g. Mehrkosten führen (soweit diese bis dahin durch Preissteigerungen im Energiebereich nicht aufgehoben werden).

Alternativen statt Nachtabschaltung:

Nur jede zweite Lampe brennen lassen – geht aus rechtlichen Gründen nicht, da die Abstände zu groß sind und dadurch immer eine hell-dunkel Situation entsteht.

Eine bedarfsgerechte Steuerung der Straßenbeleuchtung z.B. über Smartphone, würde aufgrund der notwendigen Trennung der einzelnen Netzbereiche, z.B. nach Straßen, extrem hohe Erstinvestitionskosten verursachen, so dass die Einführung dieser Technik in Emmerthal nicht wirtschaftlich wäre.

Andere Zeiträume wählen wie z.B. im Sommer komplett ausschalten und im Winter durchbrennen lassen oder von 24.00 – 04.00 Uhr wurde bereits ausprobiert und nach einiger Zeit wieder verworfen.

Zurzeit möglich:

Jeder Verein, jede Privatperson oder Institution kann auf Wunsch das Licht anschalten lassen, wenn z.B. eine Vereins- oder Familienfeier ansteht. Ein Anruf im Rathaus genügt. Der Auftraggeber übernimmt die Kosten – Vereine sogar ohne Verwaltungskosten.

Fazit:

Wenn mehrheitlich gegen eine Nachtabschaltung votiert wird, wird sich auch die SPD-Emmerthal dem Votum anschließen.

Aus haushaltsrechtlicher Sicht müssen wir die Mehrausgaben an anderer Stelle wieder einsparen. Eine Verrechnung mit Gebühren aus den Gemeindewerken ist nicht möglich.

Die zusätzlichen Kosten von ca. 40.000 € entsprechen zum Beispiel ca. 10 Punkten bei der Grundsteuer. Wenn man keine Steuern erhöhen möchte, müssen Kürzungen bei den freiwilligen Leistungen erfolgen.

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