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22. Dezember 2011: Schulorganisatorische Maßnahmen für die Johann Comenius Schule

Der Kreistag des Landkreises Hameln-Pyrmont hat in seiner Sitzung am 20.12.2011 Schulorganisatorische Maßnahmen am Standort Emmerthal beschlossen.

Die letzte Kreistagsitzung im alten Jahr hatte auch eine wichtige Entscheidung für Emmerthal auf der Tagesordnung. Auch wenn andere Themen heftiger diskutiert wurden, war der Tagesordnungspunkt 18 für die Gemeinden Aerzen und Emmerthal zukunftsweisend. Es ging um schulorganisatorische Maßnahmen an den beiden Schulstandorten.

Beide Standorte haben eine Haupt- und Realschule. Der Landesgesetzeber hat am15. März 2011 eine Schulgesetznovelle beschlossen in der u.a. die „Oberschule“ als neue Schulform eingeführt wird. Der Landkreis als Schulträger hat nun die Voraussetzungen für die Errichtung von Oberschulen an beiden Standorten geprüft. Beide Einrichtungen erreichen nicht die notwendige Mindestschülerzahl von 2 x 24 = 48 Schülerinnen/Schüler je Schuljahrgang im Nachweiszeitraum von 10 Jahren. Allerdings kann an beiden Standorten von der vom Landesgesetzgeber vorgesehenen Übergangsregelung Gebrauch gemacht werden (gilt bis zum 31.07.2015) die eine Unterschreitung dieser Zahlen zulässt.

Die Schulleitungen und die Schulgremien der Schulen haben bereits im März dieses Jahres ihre Entscheidungen zu einer Umwandlung getroffen und sie jetzt noch einmal bestätigt.

Aerzen wird zum Schuljahr 2012/2013 die Umwandlung zur Oberschule vollziehen. Die Emmerthaler Gremien haben sich für die Beibehaltung der jetzigen Form entschieden. Begründet wurde dieser Entschluss mit der allgemeinen Veränderung in der gesamten Schullandschaft. Die meisten umliegenden Schulen werden in Oberschulen umgewandelt, so dass es kaum noch Haupt- oder Realschulen gibt. Um hier ein entsprechendes Angebot vorzuhalten und wechselwilligen Schülerinnen und Schülern eine Alternative anzubieten, bleibt die Johann-Cormenius-Schule eine kombinierte Haupt-und Realschule.

Der Kreistag hat diesem Wunsch entsprochen.

Der Landkreis wird vor Ablauf der Übergangsregelung nochmals prüfen ob dies auch nach 2015 so bleiben soll.

Die Schullandschaft wird bunter und für Eltern und Kindern wird es immer schwieriger, die passende Einrichtung zu finden. Neben der klassischen Haupt-und Realschule und dem Gymnasium gibt es im Landkreis die Möglichkeit in Salzhemmendorf und Bad Münder die KGS (Kombinierte Gesamtschule mit gymnasialen Zweig) und, seit 2011 neu in Hameln, die IGS (Integrierte Gesamtschule mit gymnasialen Zweig) zu besuchen. Dazu kommen in Hameln und Hessisch-Oldendorf die Oberschulen und die Gymnasien in Hameln und Bad Pyrmont.

Keine leichte Entscheidung wo ein Kind am besten lernen kann. Tatsache ist, wird ein Schulangebot ab Klasse 5 nicht ortsnah angeboten, hat das Kind Anspruch auf eine Beschulung in einem anderen Ort in der Schulform seiner Wahl.

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