SPD-Antrag zur Verkehrsberuhigung der Gellerser Strasse

SPD
Ortsratsfraktion
Ortschaft Amelgatzen
Ortsbürgermeister
Helmut Brinkmann


Emmerthal, 05.01.2017
Antrag auf Verkehrsberuhigung in Amelgatzen, Gellerser Straße.


Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
hiermit beantragen wir verkehrsberuhigende Maßnahmen auf der Gellerser Straße  zwi-
schen:
Einmündung Schlesierweg und Birkenweg  benannt im weiteren als 1.Abschnitt;
Einmündung Birkenweg und Einfahrt ehemalig Reese  benannt im weiteren als 2.Abschnitt.  
Wir beantragen im 1.Abschnitt eine geschlossene Ortslage zu schaffen, 
im 2. Abschnitt eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf 70 km/h und Überhol-
verbot.
Begründung:
1.) Sicherheit:
Im 1.Abschnitt finden wir auf beiden Seiten der Straße eine Bebauung mit Wohn-
häusern.
Es befinden sich hier Hofeinfahrten und die Zufahrt zur Straße „Am Hauben“, die für 
Anlieger die einzigen Zufahrten darstellen und von Fahrzeugen aller Art benutzt 
werden müssen.
Müllfahrzeuge, die tägliche Postzustellung, Lieferanten, Kranken – und Behinderten-
Transporter müssen direkt auf der Gellerser Straße anhalten, um ihr Ziel zu errei-
chen. Für die Bewohner ergeben sich im Besonderen gefährliche Situationen beim 
Ein- und Ausfahren, manchmal auch rückwärts.
Anhaltende, langsam werdende und abbiegende Fahrzeuge sind bei der zur Zeit 
gültigen zulässigen Geschwindigkeit von 70 km/h einem unnötig erhöhten Unfallri-
siko ausgesetzt. Eine Bushaltestelle je Fahrtrichtung zwingt die Fahrgäste zum 
Überqueren der Straße ohne jegliche Überquerungshilfen im fließenden Verkehr,
und besonders Kinder sind für Fahrzeuge aus Richtung L431 kommend im Bereich 
Schlesierweg-Am Hauben nur sehr spät zu erkennen.
Bei geschlossener Ortslage würde sich die Situation in so weit verändern, als dass 
der Durchgangsverkehr schon optisch durch das Ortschild darauf aufmerksam ge-
macht wird, dass mit Querverkehr und Fußgängern zu rechnen ist, was bei einer 
einfachen Geschwindigkeitsbeschränkung noch lange nicht der Fall ist. Dazu 
kommt, dass Geschwindigkeitsüberschreitungen innerorts härter bestraft werden 
als außerhalb geschlossener Ortschaften.
Gemeindeverwaltung Emmerthal
31860 Emmerthal
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2.) Lärmbelästigung. 
Lärm macht krank. Mediziner haben schon über Jahre hinweg bewiesen, dass Lärm krank 
macht. Die möglichen Folgen des Lärms beschränken sich nicht nur auf die Schädigung des 
Gehörs. Mittlerweile wurden auch andere physische sowie psychische, ökonomische und sozia-
le Auswirkungen belegt. Durch herabsetzen der Geschwindigkeit würde sich die Lärm-
belästigung reduzieren. Im 1.Abschnitt von 70 auf 50 km/h und im 2.Abschnitt so-
gar extrem von erlaubten 100 km/h auf 70 km/h. Besonders an schönen Sommer-
tagen, wenn sich die Anwohner im 2. Abschnitt in ihren an der Gellerser Straße lie-
genden Gärten aufhalten, sind Motorrad-Fahrer die ihre Fahrzeuge auf Tempo 100 
km/h (oder mehr) beschleunigen besonders unangenehm laut.
3.) Überholverbot.
Im 2.Abschnitt gibt eine vermeintlich gut einzusehende gerade Straße ortsunkundi-
gen Autofahrern das Gefühl der Sicherheit und verleitet dazu langsame Fahrzeuge 
zu überholen. Tatsache ist aber, dass durch die Einfahrt Birkenweg und die Grund-
stückseinfahrten unvorhersehbar Fahrzeuge, und zwar auch Fahrräder, auftauchen 
können.
Die Einfahrt zum ehemaligen Reese Gelände soll für den Baustellen-Verkehr zum 
Neubaugebiet genutzt werden. Langsam abfahrende oder einbiegende Lkw bieten 
bei einer Geschwindigkeitsbeschränkung und Überholverbot an der Stelle ein we-
sentlich geringeres Gefährdungspotenzial. Außerdem befindet sich eine Zufahrt zu 
einer landwirtschaftlich genutzten Fläche gegenüber des ehemaligen Reese Grund-
stücks, die von landwirtschaftlichen Fahrzeugen benutzt werden muss.
4.) Umleitungs-Strecke.
Die anstehende Erneuerung der Bahnbrücke im Verlauf der L431 wird aus Hämel-
schenburg kommend eine (letzte) Umleitung auf die Gellerser Straße mit sich brin-
gen.
Über eine lange Zeit hinweg wird sich der Verkehr, der sowieso jedes Jahr zu-
nimmt, noch einmal um einiges erhöhen. Wir vertreten die Meinung, dass eine 
frühzeitige Umsetzung der genannten Maßnahmen eine gewisse Routine und Ge-
wohnheit der Verkehrsteilnehmer zur Folge hat und von vornherein mehr Sicherheit 
für Anwohner und Verkehrsteilnehmer ergibt.
Wir bitten Sie also diesen gestellten Antrag wohlwollend zu prüfen, uns in 
unseren Belangen zu unterstützen und ggf. an die zuständigen Stellen der 
Straßenverkehrsbehörden weiterzuleiten.
Mit freundlichen Grüßen
Ortsbürgermeister
Helmut Brinkmann